Mittwoch, 11. November 2015

Ich sterbe ...

... hoffentlich nicht. Aber es fühlt sich so an.
Gestern hatte ich dreimal starke Nasenbluten. Da muss immer fix ein kleines Handtuch her, weil alles andere nichts bringt.
Mittlerweile huste ich mich den Hals wund und habe manchmal das Gefühl gleich zu ersticken, weil ich nicht dazu komme, Luft zu holen.

Wie kann es sein, dass ich mich so stark erkältet habe? Die letzte Zeit habe ich sogar vernünftig gegessen und bin regelmäßig draußen gewesen. Es ist mir schleierhaft.
Und ich weigere mich immer noch mir einzugestehen, dass es durch all den Stress um die Große kommt. Ich möchte mir einfach nicht vorstellen, dass mein Körper gerade ein großes Warnsignal gibt. Bisher habe ich alles geschafft und werde auch das hier schaffen! Da kann ich nicht einfach schlapp machen.

Aber das tue ich gerade. Ich bin schlapp. Wie ein nasser Mehlsack hänge ich auf der Couch oder vielmehr auf dem Fußboden, weil der Jüngste immer zu mir auf die Couch klettert und er dabei stuntmäßig den ein oder anderen Herzstolperer bei mir hervorruft.
Ich bin jedenfalls zu krank, um irgendetwas tolles zu zaubern oder großartig zu berichten.

Hinzu kommt noch, dass der Nachbar plötzlich sagt, dass die Mauer zwischen den Grundstücken ihm gehöre. Ist ja toll. Letzten Winter hieß es noch, sie seien froh, wenn wir die Mauer abnehmen. Damit hatten wir ja wegen dem Hochbeet angefangen ... Jetzt dürfen wir die Mauer wieder aufbauen. Ich bin ja total begeistert. Meine Erdbeerpflanzen sind ja auch nur schon eingepflanzt. Und die Steinplatten sind auch überhaupt nicht schwer. Die Mauer ist absolut ansehnlich und total toll zum drauf herum klettern für die Kinder ...

Ist ja nicht so, dass die Mauer sehr instabil ist. Gut, dann müssen wir uns was einfallen lassen. Ich werde wohl das Beet an der Mauer vorziehen müssen, damit wir eine Hecke setzen können. So können die Kinder wenigstens nicht von unserer Seite auf die Mauer klettern. Es ist ja nun einmal leider so, dass man nicht permanent hinter ihnen her läuft, wenn man ein eigenes Grundstück hat.
Schön, dass selbst die Nachbarn sich wie ein Fähnchen im Wind drehen. Daraus lernen wir nun.
Ich selbst habe ja nun schon längere Zeit Ärger verspürt. In der größten Mittagshitze im Sommer, wenn man nichts anderes machen kann als alle Dachfenster zu öffnen, damit der Jüngste wenigstens halbwegs temperiert Mittagschlaf machen kann, fangen sie an Rasen zu mähen oder die Terrasse abzureißen. Es gab wirklich oft Momente, da wäre ich am liebsten wie ein Flummi durchs Haus gesprungen ...
Und nun ist es einmal wieder so weit.
So, weil ich das nächste Amigurumiprojekt starten muss, werde ich mir jetzt endlich ein Figürchen aussuchen. Ich habe nur noch eine Woche Zeit. Und dieses Mal soll es nicht wieder so unter Druck entstehen.

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