Freitag, 15. Januar 2016

Stille bedeutet nicht immer etwas Gutes // Planner

Seit Weihnachten kommt immer wieder etwas dazwischen. Ich denke ständig daran, dass ich gern bloggen möchte. Dazu würde ich mich liebend gern an die Nähmaschine setzen oder endlich die Strickprojekte fertig stellen. Aber ich komme zu nichts.
Weil es mir entweder nicht gut geht oder der Terrorzwerg so einen miesen Tag hat, dass er sich an mich klammert in jeder Situation und nur schimpft und weint. Und auch die Patchworkprobleme bei uns nehmen kein Ende.
Der Liebste macht momentan auch nur eher Arbeit anstatt mir eine Hilfe zu sein. Sicherlich macht er es nicht mit Absicht. Trotzdem nützt es mir nichts, wenn er ganz für sich allein überlegt etwas zutun, was mir ja unbedingt gut tun müsste, insbesondere dann, wenn er absolut keine Ahnung hat, was ich gerade brauche. Alles Reden bringt nichts. Und somit ist es hier still.

Das macht mich traurig. Er versteht nicht wie gut es mir tut meinen Dingen Zeit widmen zu können. Und somit versuche ich heute - ich höre dieses mies gelaunte Kind durch das Babyphone mit dem Schlaf kämpfen - den Mittagschlaf auszunutzen, um eeeeeeendlich wieder einmal bloggen zu können und dabei nicht als alleinigen Inhalt mein Genörgel stehen zu lassen.


Heute zeige ich euch meinen Familyorganizer.



Ja, was ist das?
An sich ist es ein sehr großer, individuell angepasster Terminplaner mit allen nur erdenklichen Zusatzinhalten. Den besten Eindruck könnt ihr euch dazu auf meiner Pinnwand bei Pinterest machen.
Ich habe im Sommer beschlossen für uns so einen Planner zu machen, weil der Liebste sich immer darüber aufregt, dass ich ihn ständig an seine Aufgaben (Jugendamt & Anwalt anrufen etcpp) erinnern muss. Er sei ja ein erwachsener Mann und könne sich allein um alles kümmern.
Nein, kann er nicht. Denn er vergisst ständig, dass er noch eine Rückmeldung geben oder eine E-Mail geschrieben werden muss. Und, da er auf meine Erinnerungen immer sehr patzig reagiert und es gleichzeitig echt nervig ist, dass ich auch noch an seine Sachen denken muss, soll er doch bitte eine Möglichkeit haben sich selbst erinnern zu können.

Gleichzeitig tut es ganz gut, wenn wir die Woche in Bezug auf bestimmte Dinge durchstrukturieren. Die Essensplanung ist bei uns immer wieder ein Problem. Wir sitzen beim Einkaufszettel schreiben und diskutieren ewig darüber was die Woche gekocht wird. Um es einfacher zu machen werden die Mahlzeiten für den einzelnen Tag notiert. So denken wir wenigstens daran, dass wir etwas aus dem Tiefkühler auftauen müssen.
Und das zieht sich in fast allen Dingen bei uns durch: wir sind vergesslich und chaotisch.

Für mich selbst ist es ganz gut auch eine Übersicht über meine Blogthemen zu haben. So kann ich sondieren, was sich eben in kurzer Zeit dazwischen schieben lässt und was längere Vorbereitungszeit benötigt.
An den Wochenenden mit der Großen ist es dann auch noch schwierig Beschäftigungen zu finden. Allein spielt sie kaum. Deshalb hängt sie uns am Rockzipfel bei Haushaltstätigkeiten oder bettelt nach dem Fernseher. Deshalb muss auch eine kleine Sammlung an Bastel- und Malideen dabei sein auf die auch der Papa Zugriff hat. Denn er selbst hat keine Ahnung von Pinterest und würde wohl auch nur Fluchen, wenn ich ihn dazu nötige Pinterest zu nutzen ;)

Ich habe mich entschieden dies in einem Aktenordner anzulegen. Es ist viel leichter einzelne Blätter auszutauschen und den Ordner zu erweitern. Ihr habt bereits gesehen, dass ich die Themen durch Registerkarten trenne. Das dient der besseren Übersicht und Ordnung.
Gleichzeitig arbeite ich mit diesen tollen Klebezetteln/Post-Its. Wahnsinnig praktisch, um ständiges ausdrucken neuer Vorlagen zu vermeiden, wenn es um die Wochenplanung und Aufgabenlisten geht.


Was ich derzeit überaus wichtig finde: Geburtsurkunden, Vollmachten, Ausweiskopien, Notfallrufnummern, Verfügungen usw. gehören auch mit in den Ordner. Im schlimmsten Fall soll jeder von uns die Möglichkeit haben die wichtigsten Dinge regeln zu können.
Der Liebste und ich führen unsere Unterlagen getrennt voneinander, weshalb es für jeden von uns in so einem Fall sehr schwierig wäre die wichtigsten Unterlagen auf Anhieb zu finden.
Der Liebste hat bis jetzt nicht verstanden worum es mir dabei ging. Nach einem erneuten Gespräch mit mehr Diskussion als alles andere, wurde ihm wohl bewusst vor welchen Problemen jeder von uns stehen würde, wenn der Ernstfall eintritt.

Und heute, nachdem dieser Ordner die letzten Monate im Schrank lag, weil der Liebste es als total sinnlos betrachtet hat und wir wieder einmal feststellen mussten wie viel Erinnerungshilfe insbesondere er benötigt, mache ich den Ordner wieder fit für seinen zweiten Start ins Plannerleben :D

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