Donnerstag, 14. April 2016

Der Frühling ist da

Die letzten Tagen war so schönes Frühlingswetter. Das haben wir neben unseren Terminen zur Gänze ausgenutzt. Komischerweise ist diese Woche wieder jeden Tag irgendein Termin außer der Reihe: mein Zuckertest, der ewig dauerte; die Kontrolle der Niere vom Jüngsten; Hebammenbesuch usw usw
So hatte der Liebste nicht ganz so viel von dem Wetter wie der Jüngste, unser Bauchzwerg und ich, weil auf ihn dann auch noch sein Dienst wartet. An dieser Stelle darf er sich einmal ganz lieb gedrückt fühlen ♡



Aaaaaber: wir haben es nun fast geschafft. Der Spielturm ist in den letzten Zügen und wird wohl dieses Wochenende bereits bespielt werden können, insofern die restlichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden können. Ich bin gespannt wieviel Freude der Jüngste dabei hat.
Wobei mir aus Trotz dazu einfällt absichtlich bis Montag mit der Fertigstellung zu warten. Gewisse Menschen könnten sich so etwas nämlich mit Ehrlichkeit auch einmal erarbeiten ... ;)


Dabei kam mir dann die Frage in den Sinn: "Wann findet der Jüngste denn seine Sandkastenliebe in diesem Ort voller egoistischer Menschen?"


Weiß man nicht. Ich habe bei dem schönen Wetter glatt das Turnen vergessen und ärgere mich ein wenig, weil es für den Jüngsten eine tolle Möglichkeit ist Freundschaften zu schließen. Er hat sich aber gut im Garten vergnügt. Wir waren dementsprechend nur zum Schlafen und Essen im Haus.



Beim Spaziergang hat der Jüngste dann auch noch als Erster die Störche in unserem Ort entdeckt. Darüber hat er sich - wie über vieles - wahnsinnig gefreut. Es ist schön zu sehen wie glücklich ihn so simple Dinge machen.
Die Große ist da komplett anders. Es ist nun fast 1,5 Jahre her, dass ich sie so erlebt habe. Scheint mir eher so, als ob sie mittlerweile genauso emotionslos wie ihre Mutter geworden ist. Das merkt man, wenn man sich an den Umgangswochenenden extra Mühe gibt und die Ausflüge in diese Zeit legt, damit sie neben dem trostlosen Leben daheim etwas Schönes erleben kann und sie sich darüber nicht freuen kann. Fernseh gucken, was es hier maximal abends nach dem Abendbrot gibt, ist so ziemlich das Einzige, was sie zufriedenstellt.

Der Jüngste kann am Fernsehen nichts finden und ich bin stolz darauf.
Stattdessen schaut er den Ameisen zu oder läuft den Hummeln hinterher und sammelt Steine und Stöcker.

Und prompt hat sich die Freundin indirekt zum nächsten Grillen eingeladen :D
... um den dann fertigen Spielturm zu begutachten.

Jetzt habt ihr auch den Beweis, dass ich einfach nicht dazu komme der Handarbeit nachzugehen :D
Ich stricke maximal an der Babydecke, wenn ich Zeit überbrücken muss, wie zum Beispiel beim Zuckertest.
Der Jeansrock für das Upcycling liegt nun schon 3 Wochen zerschnippelt auf dem Nähtisch.
Und die Geburtstagsgeschenke für meine liebe Mutter sind auch noch nicht fertig :D Die Zeit rennt ... die UFO's werden nicht weniger.
Bald muss es dann im Garten weitergehen. Die Dahlien müssen nach den Eisheiligen eingegraben werden. Das raubt auch noch Zeit. Und wir haben bald unser erstes von zwei Berlinshopping vor uns, was wir jedes Jahr machen. Also wieder 2 Tage weniger Zeit. 


Mit Kindern merkt man plötzlich wie schnell alles vergeht und wie wertvoll jede Minute ist. Wie wundervoll jeder schöne Moment ist. Wie bezaubernd so ein kleines Lachen sein kann. Wie faszinierend kleine Stubsnasen sind. Wie einfach es ist die Welt neu zu entdecken.

Weil diese kleinen Wunder die Welt mit ganz anderen Augen betrachten und man tolle Dinge von ihnen lernen kann.

... Ausnahmen bestätigen die Regel. Schlechte Beispiele muss es geben, um die Guten erkennen zu können.

Mir fiel das sonst nur immer im Frühling auf. Weil man da am stärksten die rasante Entwicklung der Natur sehen kann. Kinder zeigen es einen das Ganze Jahr über.

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