Dienstag, 10. Mai 2016

creadienstag - Regenbogenwunder

Ich möchte euch heute zum creadienstag meinen ersten Versuch zum Wolle färben vorstellen.

Mein verwendetes Garn ist ein Strumpf- und Sportgarn aus 75% Schurwolle und 25% Polyamid.
Für meinen ersten Versuch habe ich 50g davon verwendet. Gefärbt habe ich mit Ostereierfarbe - fragt mich nicht, woher ich die habe. Die hatte ich bereits gekauft bevor ich den Liebsten kennen gelernt habe.

Zuerst habe ich den Vormittag über die Wolle in Wasser mit 2 Esslöffeln Essig eingeweicht. Das soll wohl dazu dienen, dass die Wolle aufgerauht wird und somit die Farbe besser aufnimmt.
Eigentlich macht man sowas über Nacht. Ich hatte allerdings weniger Geduld.

Nach der Einweichzeit wird die Flüssigkeit vorsichtig ausgedrückt damit die Wolle nicht filzt.
Ich habe dann ein Backblech mit Frischhaltefolie ausgelegt und darauf die Wolle ausgebreitet.

Am besten löst man die Ostereierfarbe während der Einweichzeit bereits in alten Marmeladengläsern oder ähnlichem auf. Dann kann man gleich starten.
Auf meine Anleitung stand, dass ich pro Tablette 1/4l Wasser und 2 Esslöffel Essig verwenden soll.
Essig habe ich weggelassen, weil die Wolle bereits darin eingeweicht wurde. Und ich habe auch nicht so viel Wasser verwendet, weil ich lieber ein intensiveres Farbergebnis wollte.

Nun löffelt man die Farbe auf die Wolle. Die Ostereierfarbe bietet es an, dass man einen Regenbogenfarbenverlauf daraus macht.
Ich habe dabei so viel Flüssigkeit auf die Wolle gelöffelt, dass sie vollends eingefärbt war. Dabei achtet man am besten darauf, dass es nicht zu viel Flüssigkeit wird, weil das sonst alles ausläuft, wenn man die Wolle noch einmal zum Fixieren umlagern muss.
Man kann die Wolle vorsichtig zusammen drücken, damit sich die Farbe besser verteilt.

Ist man damit fertig, dann muss die Farbe fixiert werden. Ich habe mich für die Mikrowellenvariante entschieden. Dabei habe ich mich an 3 Mal 4 Minuten orientiert.
Ich wusste nicht, dass man Frischhaltefolie in die Mikrowelle tun kann. Vorsicht! Da müssen Luftlöcher drin sein, sonst explodiert das Ganze.
Mit der Folie verhindert ihr, dass die Mikrowelle Farbspritzer abbekommt.
So erhitzt man also ca. 4 Minuten die Wolle. Danach unbedingt abkühlen lassen. VORSICHT! DIE WOLLE IST WIRKLICH HEIß!
Das Ganze macht man am besten noch 2 weitere Male.
Und dann nimmt man eine Schüssel mit lauwarmen Wasser, fügt ein Müh Wollwaschmittel hinzu und wäscht die Wolle vorsichtig aus - sie soll ja nicht verfilzen!
Super ist es, wenn sich keine Farbe mehr aus der Wolle löst. Bei meinem zweiten Versuch habe ich es nicht ganz richtig gemacht.
Die Waschmittelflüssigkeit kurz unter fließendem Wasser ausspülen und zum Trocknen aufhängen.

Mein Ergebnis schaut so aus:


Ich habe Blut geleckt - wie man so schön sagt. Und deshalb habe ich zu meinem Mann gesagt, dass ich gern ein eigenes Schaf hätte, wenn er mir beim Scheren hilft. Dann fehlt nur noch ein Spinnrad oder was man sonst noch so benötigt und ich gehe in eigene Wollproduktion.
Er hat mich angeguckt wie ein Auto. Ich musste dabei so lachen!

Fakt ist, dass ich derzeit viel lieber stricke als zu nähen. Es ist wesentlich paktikabler, weil ich das während der Autofahrt oder im Garten machen kann. 
Ich muss auch nachts, wenn ich nicht schlafen kann, aufstehen, um zu stricken. Die Nähmaschine kann ich aber schlecht im Schlafzimmer benutzen. Den Liebsten möchte ich nämlich nicht damit belärmen.


Nun überlege ich die ganze Zeit, was ich aus der Wolle stricke. Es bleibt spannend ...

1 Kommentar:

Liza hat gesagt…

Was für eine gute Idee! ISt sehr hübsch geworden!