Donnerstag, 9. Juni 2016

Geburtsbericht Teil 2

Auf Empfehlung meiner Hebamme habe ich mir aus dem Krankenhausarchiv die Dokumentation der ersten Geburt geholt
Diess haben wir letzte Woche zusammen angeschaut.
Mit Erschrecken hat sie festgestellt, dass die Geburt scheinbar manipuliert wurde. Ich hatte ja bereits berichtet, dass die Herztöne von klein MJ irgendwann abfielen und alles für einen wohl nötigen Kaiserschnitt vorbereitet wurde.

Grund dafür war wohl, dass das Personal mir nicht geglaubt hat, dass er an meinem Schambein festhing und ich somit so unerträgliche Schmerzen hatte, das ich wirklich keine Wehe veratmen geschweige denn anders mitarbeiten konnte.
In der Dokumentation steht, dass ich ungehalten und unkooperativ war. Ich bekam Axura - das setzt man bei Demenz und Altsheimer ein. Ich bekam zusätzlich Opiate, weshalb ich wirklich wie auf Drogen war. Tramal hat wohl auch dazu geführt, dass die Herztöne abfielen.

Ich kriege jetzt mitten in der Nacht ohne did Dokumentation nicht alles zusammen.
Fakt ist: sie wollten mich ruhig stellen.
Passt auch zu der Aussage der Hebamme, dass sie mich nicht bemuttern können, weil noch andere Frauen vor der Entbindung stehen.

Als ich das alles mit der Hebamme durchgegangen bin, brach eine Welt für mich zusammen. Ich habe mich misshandelt gefühlt. Und meine Angst, dass es wieder so wird, weil ich leider im selben Krankenhaus entbinden muss, um die Betreuung von klein MJ gewährleisten zu können, ohne, dass er einfach vom Jugendamt einkassiert wird und mein Mann bei mir sein kann, um so ein erneutes Drama zu verhindern während ich mit den Wehen zutun habe, ist wirklich enorm groß.

Ich kann absolut kein Vertrauen mehr in Ärzte und anderes Personal fassen.
Jetzt gerade stehe ich vor einer schwierigen Entscheidung. All das Wissen um die Machenschaften der ersten Geburt ... ich weiß gerade nicht, was ich dazu sagen soll.

Egal, welche Entscheidung ich jetzt treffe: unsere Kindern tun mir dabei am meisten leid, weil die Große und klein MJ zu ihrem eigenen Wohl von diesem Drama so wenig wie möglich mitkriegen sollen. Das sind wieder so bescheuerte Einschränkungen, vor denen ich so Angst hatte.

Andererseits: es kommt immer anders als man denkt. Und vielleicht geht es doch noch gut aus, sodass sich das alles irgendwie bezahlt macht.
Ich bin gerade sehr dankbar, dass klein MJ mit all dem keinen Schaden davon getragen hat. Es hätte so viel schlimmer ausgehen können.

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