Sonntag, 12. Juni 2016

Krankenhaus, die 1. & Notaufnahme, die 2.

Da war es nun lange ruhig hier. Und es hatte auch einen Grund. Ich bin immer noch ein wenig geschockt und weiß nicht, was da passiert. Und die Situation ist jetzt im Augenblick auch immer noch nicht wirklich klar.

Mittwoch hatten wir einen Termin. Es war alles gut bis wir im Globus einkaufen wollten. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Selbst die 10 Minuten ins Krankenhaus konnten nichts daran ändern, dass wir dachten innerhalb der nächsten 2 Stunden erneut Eltern zu werden.
Wir hatten Glück, dass wir in diesen 10 Minuten den Mittleren untergebracht bekommen haben.

Weil das aber alles so noch nicht sein darf, bekam ich zweimal die volle Dröhnung Wehenhemmer. Wieder habe ich mich gefühlt als würde ich jeden Augenblick sterben, weil mein Herz so raste.

Im Endeffekt verbrachte ich die letzten Tage in den Wehen im Krankenhaus. Mit Wehenhemmer, Tabletten, um die Nebenwirkungen zu minimieren, großen Ängsten und Ärzten, die uns angelogen haben und nicht dazu in der Lage waren die Untersuchungen durchzuführen, die aber dringend notwendig sind.

Fakt ist: mit mir ist alles okay. Ich habe keinen Nierenstau, Infektion oder Vergiftung. Auch sonst stimmt alles.
Unser Baby wurde allerdings in den 2 Minuten Ultraschall im Kreißsaal, weil man die Herztöne nicht fand, zu klein vermessen. Aufgrund des CTG vom Freitag liegt die Vermutung nahe, dass eine Unterversorgung vorliegen könnte.

Man log mich allerdings an: man hätte es angeblich geprüft. Und 2 weitere Ärzte fanden es nicht wichtig noch einmal einen ausführlichen Ultraschall zu machen.
Mein Vertrauen war hinüber, ich mit den Nerven total am Ende.
Ich hoffe, dass Morgen Licht ins Dunkel kommt.

Es ist schon einmal eine Erleichterung gewesen, dass der Mittlere die Zeit bei Oma gut verbracht hat und er abends mit Papa auch ganz gut zurecht kam. Nun ist er kein Mamakind mehr. Ein wenig traurig bin ich darüber. Aber es tut gut zu wissen, dass er auch so zurecht kommt.

Letztendlich war auch das Wochenende über nicht so recht klar, wie es weiter geht. Ich wollte eigentlich in eine andere Klinik. Wir haben das aber heute soweit im Griff, dass ich mit liegen, liegen, liegen bis zum morgigen Arztbesuch warten kann.

Unser Wurm bewegt sich nämlich endlich wieder normal. Die Tage davor habe ich das Baby nicht einmal wach rütteln können.

Für mich gibt es keine schlimmere Vorstellung als das unser Baby in mir stirbt. Ich weiß, dass jeder Tag im Mutterleib zählt. Ich weiß aber auch, dass auf der Neonathologie viel schneller reagiert werden kann. Und eben diese Möglichkeiten geben mir die Sicherheit, dass es so viel besser wäre.
Trotzdem versuchen wir jeden Tag zu ziehen. So ganz möchte ich den Wunsch der ambulanten Entbindung nicht aufgeben.

Heute verbrachten wir dann auch noch den ganzen Vormittag in der Notaufnahme, weil der Mittlere genau vor unserer Nase einen Pflasterstein auf seinen Zeigefinger gerollt hat. An dieser Stelle muss ich wieder seufzen. Ich war gerade froh dem Krankenhaus entkommen zu sein und musste dann schon wieder los. Einmal davon abgesehen, dass ich richtig Panik bekam, weil ich schon bei der Dunkelfärbung des Fingers dachte, dass er abstirbt.
Nun haben wir da auch noch Rennereien, weil das jetzt engmaschig vom Chirurgen kontrolliert werden muss, für den Fall, dass da eine Entzündung entsteht. Der Finger ist nämlich schön gequetscht.

Als Mama muss man wirklich stark sein. Ich bin erstaunt wie gut es mir hier im Bett vergleichsweise zu den letzten Tagen geht. Es könnte und müsste eigentlich schlimmer sein.
Mir kommen die letzten Tage wie ein schlimmer Alptraum vor. Und umso mehr ersehne ich das Gespräch beim Arzt herbei, weil ich diesem eben sehr vertraue.

Bis dahin lenke ich mich mit stricken ab.



Vorhin gab es die ersten Erdbeeren aus dem Garten. So viel werden wir dieses Jahr nicht ernten, weil dazu einfach zu wenig Früchte an den Pflanzen sind. Aber dafür sind enorm viele Ableger an den Pflanzen. Nächstes Jahr werden wir also auch viele davon in Ampeln am Carport anhängen.


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