Montag, 12. Dezember 2016

Stiefmutterpost, der letzte

Das hier wird mein letzter Stiefmutterpost sein, der auf diesem Blog online geht. Wir haben wirklich lange hin und her überlegt, was wir machen. Zur Debatte standen folgende Optionen:

1. Wir lassen es so weiter laufen, kümmern uns nicht darum, dass Groß E eine psychologische Betreuung braucht und Abstand von diesen krankhaften Zankereien.
2. Ich manage alles und erleide ein Burn-Out. Männe kann nun einmal nicht bei über 10 Stunden Arbeits- & Fahrzeit am Tag alles übernehmen.
3. Ich ziehe aus, Männe muss eine neue Kita für Groß E suchen und das alles allein machen.
4. Groß E zieht aus und das am besten zu einer Pflegefamilie.

Wir wollten alles nicht, sprachen mit dem hiesigen Jugendamt, mit der Familienhilfe ... es war ätzend aber wir mussten uns entscheiden.
Hier ist noch ein weiteres Kleinkind und ein behindertes Baby, dass schon genug Pflegeaufwand für zwei Kinder benötigt. Groß E selbst braucht aber auch mehr als 100% Aufmerksamkeit.
Wir haben Größe bewiesen - hauptsächlich mein Mann - zu entscheiden, dass sie geht. Dass sie aus der Schusslinie kommt und die Chance hat ein halbwegs normales Leben aufzunehmen bei Menschen, die darauf geschult sind mit solch schwierigen Fällen umzugehen.

Nun ist Groß E immer noch bei ihren Großeltern, wo sie ja eigentlich nur das Wochenende verweilen sollte. Und selbst das hat vom Jugendamt aus fast zwei Wochen gedauert in die Wege zu leiten. Nun habe ich durch Zufall von der Anwältin der Mutter die Info bekommen, wo der Aufenthalt ist. Letzten Montag!

Demnach hielt ich Rücksprache mit dem Jugendamt, bat um Klärung der Sache, auch in Bezug des Unterhaltes. Es passierte wieder einmal ... nichts.

Nun hatten wir dann auch die Ende Sommer gebuchten Tage im Tropical Island verbracht. Dann ging das Geschrei los, dass wir das Geld für den Unterhalt dafür verprassen. Und auch noch das Kindergeld kassieren.
Tja, liebe Dame vom Amt, da haben Sie wohl verpasst die entsprechenden Personen darüber zu informieren, dass einiges geregelt werden muss bzw. zu spät reagiert?

Freitags rief dann die Mutter an. Ich hatte die Anwältin nun bereits zwei Mal informiert, dass wir keinen Kontakt wünschen. Männe also: mach den Ton aus, dann nervt sie nicht.
Ich habe dann das Gespräch angenommen. 'Ich will mit M sprechen und nicht mit dir. Schließlich geht es um seine Tochter.' Ach, jetzt ist sie plötzlich wieder seine Tochter? Mal den Umgang boykottieren, dann wettern, dass er sich heraus nimmt, damit Groß E nicht immer alles mitkriegt und es so stehen lassen, als kümmere er sich nicht.
'Er möchte nicht mit dir reden und wenn du nicht mit mir reden möchtest, dann leg auf.'
Und dann ging es los: 'Du sitzt mit deinem fetten Arsch im Tropical Island anstatt den Unterhalt für meine Tochter zu überweisen.'
Ich bin nicht unterhaltspflichtig und erinnerte daran, dass sie die beiden Briefe der Beistandschaft ignoriert hat und selbst für mindestens Oktober Unterhalt zahlen muss.
Tja, dann kam ja, dass wir im Geld schwimmen. Ups, dann muss sie wohl doch demnächst den Kredit, für den sie unterschrieben hat, mit bezahlen. Ob sie sich das leisten kann??
Ich durfte mir dann noch sagen lassen, dass ich hoffentlich bald krepiere.

Nach diesem Telefonat haben wir lange überlegt, was wir tun.
Ich habe heute noch einmal mit der Anwältin der Mutter gesprochen und beim Jugendamt erneut darum gebeten, dass sie vermitteln möchten, da wir keinen direkten Kontakt mehr wünschen.
Dazu durfte ich mir dann sagen lassen, dass es nicht okay sei, dass ich bei Facebook poste.
Ich habe ihr dann einmal den Sinn des Bloggens erklärt und den rechtlichen Rahmen dazu verdeutlicht, dass ich keine Namen, Adressen oder ähnliches Preis gebe. Wer sich also angegriffen fühlt - zu recht.

Mir tut die Dame fast leid. Es ist nicht ihre Aufgabe Blogbeiträge oder ähnliches auszuwerten. Zumal wir ja nun schon lange keinen Kontakt mehr haben. Demnach frage ich mich, was denn diese Albernheit in der Vorweihnachtszeit soll.
Mich solls nicht stören. Ich finde es amüsierend, dass es andere aufregt, wenn ich die Wahrheit berichte. So manch einer verdient damit seinen Lebensunterhalt ;)

Und ja, die Wahrheit ist nun einmal, dass die Oma so tat, als hätte sie meine Nummer nicht und es würde nur 'die Müllbox' rangehen. Ich hatte extra noch einmal geprüft, ob ich sie eventuell noch blockiert hatte. Aber es kamen dazu ja nicht einmal SMS an, dass ein Anruf von XYZ abgewiesen wurde.
Außerdem hatte der Opa ja auch noch meine Mobilfunknummer, der mich ein paar Wochen zuvor versehentlich (wie kann sowas passieren?) angeschrieben hatte.
Erst, als ich nach Ewigkeiten nach dem Stand der Dinge fragte, kam ein einziger Anruf. 'Ja, ich hatte deine Nummer nicht mehr.' Ääääh????
Es wundert mich nun einmal nicht, nachdem Groß E im Sommer schon viel zu oft gesagt wurde wie doof sie sei, weil sie ihre Mutter vermisst. Sie war doch schon immer das schwarze Schaf.
Als Erwachsener mag man das so sehen. Aber Kinder sehen das aus Sicht der elterlichen Liebe. Wie oft wir abends lange da saßen und sie trösten mussten. Wir haben Bilder aufgestellt, Gespräche geführt, sie ausweinen lassen und dabei im Arm gehalten ... mein Gott, das hat eine Menge Kraft abverlangt.
Die Mutter selbst wollte anscheinend nur per SMS kommunizieren. Hatte der Mann ja unterbunden und mitgeteilt, dass sie die kostenlosen Mittel nutzen soll. Tat sie aber nicht. Und als die Anwältin ihr wohl noch einmal erklärt hat, dass sie es besser tun sollte, kamen dann wieder so unmögliche Nachrichten, die mehr darauf auszielten, dass sie mich nicht leiden kann.
SO kann man das dem Kind auch nicht zumuten.

Wie dem auch sei, einige haben in den letzten Tagen den Mund zu weit aufgerissen. Da sind nämlich noch Schulden offen, auf die Zinsen anfallen. Wenn ich da an den Kauf des neuen Autos denke, den Urlaub im Sommer, den Urlaub über die Feiertage, der Ausflug zum Geburtstag der großen Enkelin ... UND DANN die Aussage: Wir haben kein Geld und können nicht mehr zahlen.
Tja, wie wäre es mit arbeiten? Oder Bus fahren für die Kinder? Dann braucht man kein zweites Auto ...
Denn im Gegensatz zu manch anderen kalkulieren wir nicht mit Geld, was nicht für uns gedacht ist. Es geht dabei einfach um eine ungeklärte Situation, das Aushebeln des Sorgerechtes, der nicht nachgegangenen Mitteilungspflicht usw.
Aber da hat wohl jemand Angst die große Enkelin wieder zu verlieren?! Wie sagt mein Mann immer? Sie ist eben das Mädchen, was die Oma sich immer noch einmal gewünscht hat.

Liebe Mutter, ich weiß, dass du das liest. Und ich weiß, dass du mich hasst. Ich weiß nicht warum und es ist mir egal. Ich schreibe dir hiermit, dass du das alles nicht hättest haben müssen. Ich habe dir letztes Jahr oft genug Hilfe angeboten. Und, wenn du ehrlich gewesen wärst, dann hätten wir dieses ständige Alarm machen deiner Mutter ignoriert und dir geholfen. Du hast aber komplett dicht gemacht während wir ALLE!! sorgen um die Kinder hatten. Du hättest es einfach haben können, hast aber immer alle von dir weggestoßen und dich in immer mehr Problemen verstrickt. DAS sind die Tatsachen. Ein Wort und ich hätte mit dir deine Bude geputzt oder dir bei Anträgen geholfen. Und zwar ohne so erpresserisch zu sein wie andere es sind. Ich verstehe dich bis heute nicht und ich will dich auch einfach nicht mehr verstehen. Du willst dich nicht auf dein Leben konzentrieren und zeigst immer mit nacktem Finger auf andere Leute. Dann musst du eben auch die Konsequenzen tragen. Und dabei weißt du doch selbst wie deine Kinder sich fühlen müssen, weil sie genau so einen Mist erleben wie du selbst.
Den Mist kannst jetzt wirklich nur noch du ausbaden oder schlimmer machen. Und wie dir vielleicht immer noch nicht aufgefallen ist: DU bist diejenige, die beleidigend und laut wird. Nicht ich sage Sätze wie: du hast mein Mann und mein Haus. Willst du auch noch mein Brautkleid?
Nein, ich habe ein eigenes. Und ich bin auch nicht diejenige, die dich zum fremd gehen und verlassen meines Mannes gezwungen hat. Diese Entscheidungen hast du ganz allein getroffen. Und so, wie du dir das Recht heraus nimmst dein Leben weiter zu leben, so hat auch er das Recht sein Leben so zu leben wie er es möchte. Und seit jeher hat er immer berücksichtigt, dass er noch eine Tochter hat, die er immer mit integrieren wollte, damit sie weiterhin ein Teil seines Lebens sein konnte.
Du hast nun bekommen, was du immer wolltest.

Da kann die Trine mit ruhigem Gewissen weiter bloggen und posten. Denn wir haben alles in unserer Macht stehende getan, viel verzichtet und zurück gesteckt. Zum Wohle unserer Kinder lassen wir es sein. Sollen die anderen weiterhin Groß E erzählen wie dumm doch der und die sei und sich gegenseitig die Köppe einschlagen während wir die Feiertage genießen.
Und für Käufe oder Ausflüge muss sich unsereiner nicht rechtfertigen. Dafür verzichten wir schließlich auf andere Dinge.

Vielleicht sollte der ein oder andere sich lieber auf das eigene Leben konzentrieren? Zum Beispiel auf öffentliche Androhung von Gewalt oder Lästereien über die eigenen Kinder, die auf der eigenen Facebookseite zu lesen sind? Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Das ist ein gut gemeinter Rat als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.

Frohe, besinnliche Weihnacht und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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