Dienstag, 16. Mai 2017

Weniger Plastik ist mehr Stoff

Wie bewusst ist euch eigentlich, was sich alles an Müll in eurem Haushalt anhäuft? Nach jedem Einkauf, beim Kochen, leere Kosmetikartikel ...

Nun, ich bin jedenfalls immer wieder erstaunt wieviel Müll sich insbesondere für die gelben Säcke ansammelt. Das fängt bereits beim Einkaufen an.
Wie verpackt ihr Obst und Gemüse, welches im Geschäft abgewogen werden muss? Nehmt ihr auch die Plastiktüten?

Ich tat es. Bis vor kurzem. Kann man da doch super den Abfall hinein tun und in die Mülltonne werfen. Blöd nur, wenn dann die Tüte in der Mülltüte landet. Doppelt gemoppelt. Muss und darf so nicht sein.

Ich achte also bewusst darauf, dass ich zunächst so plastikfrei wie möglich einkaufe. Ich bevorzuge Konserven, Gläser und Pappverpackungen oder eben keine Verpackung wie beim Gemüse und Obst.

Und, weil es mich schon immer nervte, dass zuerst die Frischeabteilung kommt und das Gemüse und Obst im Einkaufswagen ganz unten landet, habe ich nun zwei Stoffsäckchen genäht, die mit Hilfe von Schlaufe und Karabiner ganz bequem an den Einkaufswagen gehängt werden können.



Das erspart mir matschige Tomaten oder Bananen.

Es wird Zeit, dass nicht nur ich, sondern auch DU bewusster einkaufst! Nachhaltig, umweltschonend. Denk an die Zukunft deiner Kinder. Denk daran wie gesund du die nächsten Jahre bleiben möchtest.

Verlinkt bei:
creadienstag
DienstagsDinge

Kommentare:

Jeanne hat gesagt…

Hach, ich freue mich immer wahnsinnig über jeden genähten Stoffbeutel, da ich immer das Gefühl habe, ganz alleine mit meinen Beutelchen da draußen im große Einkaufs-Universum zu sein.Meine sind allerdings nicht ganz so schick und professionell wie deine, sondern eher funktional, aber wenn du Lust hast, kannst du sie dir gerne mal bei mir anschauen, :)
Vielleicht hast du ja auch Lust, deine Idee auf der Plattform:
http://einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.de/ zu verlinken?
Viele liebe Grüße

Jeanne

Elke hat gesagt…

Ich habe ca 30 Jahre an der Supermarktkasse gesessen. Im Laufe der Jahre hat sich das Umweltbewusstsein (oder ist es die Sparsamkeit) sehr verändert, sodaß die Kunden ihre Körbe-Taschen-Kisten zum Einkauf mitbrachten. Viele kaufen Tomaten lose, Weintrauben und so Kleinzeugs sollte schon gerne in einer Tüte sein. Ich frage mich grad, ob diese Stoffbeutel wirklich Sinnvoll sind. Wenn man es genau nimmt, müsste an der Kasse ein Stoffbeutel voller Weintrauben ausgekippt werden, weil unten etwas anderes versteckt sein könnte - z.B. hochwertige Kosmetik. Ich weiß nicht, ob es schön ist, wenn sowas in die Praxis umgesetzt wird. Es kostet wertvolle Zeit, sodaß die Schlangen an der Kasse länger werden, das Laufband kann gar nicht sauber sein, und ich möchte auch nicht, dass irgendwelche Kassierer/innen an meinem Obst rumgrabbeln. Trotz guter Körperpflege riechen die Hände nach ca 1-2 Std. Kassendienst nicht mehr schön, weil das Geld STINKT. Vllt. wären da ganz einfach Wäschesäcke die bessere Lösung, auch wenn sie nach nichts aussehen. Worüber ich mich richtig aufregen kann, aber ja nie als Mitarbeiter etwas dazu sagen durfte: Wenn Kunden Bananen, Kokosnüsse und solche Sachen noch extra in Plastik verpacken. Unglaublich, was man da so erlebt. Ansich ist es eine schöne Idee, aber im Sinne der Kassiererin ist es eindeutig nicht. Das hat auch nichts mit Mißtrauen dem Kunden gegenüber zu tun. Es muss kontrolliert werden, das sind die Arbeitsanweisungen und die Erfahrung zeigt, dass es gar nicht anders geht. Es werden z.B. auch vom Unternehmen Testkäufe veranstaltet, um die Genauigkeit der Kassenkräfte zu überprüfen, bzw. um sie "reinzulegen" damit man sie loswird. Einfach mal Sacken lassen und drüber nachdenken.

Christina Schmidt hat gesagt…

Hallo Jeanne!
Ich komme mir auch sehr einsam beim Einkauf vor, wenn ich die Stoffbeutel dabei habe. So schick finde ich die Beutel gar nicht 😂 Sie waren einfach und schnell genäht.

HalloElke!
Der Einzelhandel ist generell sehr fies gerade den Angestellten gegenüber. Das ist nicht nur im Bereich Lebensmittel so.
Weintrauben kaufe ich gar nicht erst. Generell kein Obst und Gemüse, was nicht mindestens aus Europa kommt. Da bin ich mittlerweile sehr stur. Und selbst, wenn jemand anderes das Essen anfassen muss wegen der Kontrolle, dann ist das okay. Diejenigen, die das Obst und Gemüse ernten haben auch nicht unbedingt die Möglichkeit unter deren Bedingungen nach dem Geschäft die Hände vernünftig zu waschen. Deshalb wasche ich die Lebensmittel vor dem Verzehr.
Und, wenn man schon soweit ist über plastikfrei nachzudenken, kann man auch darüber nachdenken, ob man solch eine Unternehmungsführung unterstützen möchte oder eher bei den kleinen Läden einkauft. Es gibt auch viele, schöne Gemüseläden, wo die Ware direkt vom Verkäufer in die eigenen Beutel verpackt werden kann usw.
Es gibt soooo viele Alternativen. Bisher hat jedenfalls niemand verärgert reagiert. Und selbst dann habe ich Verständnis für die Situation an der Kasse. Ich weiß ja wie der Hase läuft. ☺

Liebe Grüße
Christina